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Migration im Ries

Auch das Ries war Schauplatz von Zuzug und Wegzug.

Ein früher Beweis ist die Figur des etruskischen Tänzers (500 v. Chr.), die aus Italien stammt und bei Ehringen im Ries gefunden wurde. Gelehrte und Wissenschaftler kamen un gingen. Der Prieset und Mystiker Heinrich von Nördlingen reiste auf der Suche nach Wissen 1335 nach Avignon und 1339 nach Basel. Lediglich Station war das Ries für einen namenlosen Söldner im Dreißigjährigen Krieg. Er kämpfte rund 25 Jahre wechselnd auf kaiserlich-ligistischer und schwedisch-protestantischer Seite. Dabei legte er über 25.000 km durch ganz Europa zurück. 1634 focht er in Nördlingen für die Schweden, die er nach Kampfende als überläufer Richtung Stuttgart und Straßburg verfolgte. Protestantische Familien wiederum flohen vor den katholischen Kaisern im 
17. und 18. Jahrhundert ins Ries. Die Flüchtlinge aus österreich, Pfalz, Salzburg und Eger ließen sich in Nördlingen und Oettingen nieder. Gesetze zwangen dagegen die jüdische Bevölkerung zur Mobilität. Um die Einwohnerzahl konstant zu halten, mussten junge Juden vor 1860 oft den Ort verlassen. Erst später durften sie Wohnorte frei wählen. Im Dritten Reich rettete nur die Flucht aus dem Land ihr Leben.

Aufwändige Recherche für die neue Ausstellung im Stadtmuseum: Auswanderung

(pm, 01.03.2004).

Nach vier Monaten kreativer und arbeitsreicher Winterpause öffnete das Nördlinger Stadtmuseum am 1. März wieder für seine Besucher. Erwartet wird eine spannende Saison, die bereits am 25. April einem ersten Höhepunkt zusteuert. Dann nämlich wird die internationale Sonderausstellung 'Ries Ade! Auswanderung aus Nördlingen und dem Ries im 19. Jahrhundert' eröffnet. Neben den vielen Museumsarbeiten stand in der Winterpause vor allem die Konzeption der Sonderausstellung im Vordergrund. Museumsleiterin Andrea Kugler und ihre ehrenamtlich arbeitende Mitarbeiterin Cindy Cooper füllten die Zeit von November bis Februar mit Archiv- und Literaturrecherchen, Objektsuche, graphische Arbeiten und Korrespondenz mit amerikanischen Ausstellungspartnern. Dabei konnten interessante Verbindungen zwischen den Auswanderern aus dem Ries und dem 'St. Clair County' im Bundesstaat Michigan ermittelt werden. Wichtigstes Forschungsergebnis ist eine Datenbank aller bislang recherchierter Auswanderer, die im Laufe des 19. Jahrhunderts das Ries verließen. In die Datenbank flossen Informationen aus Akten und Archiven ebenso wie mündliche Erzählungen ein. Zahlreiche Rieser haben sich bereits ihrer Vorfahren erinnert und das Stadtmuseum kontaktiert, so dass die Datenbank mittlerweile schon über 1100 Namen mit Daten enthält. Sie wird Kernstück der Ausstellung werden und ist jetzt schon unter www.Ries-A.de im Internet abrufbar. Im Zuge der Ausstellungsvorbereitungen wurden etliche Kontakte zu Nachfahren Rieser Auswanderer wieder aufgewärmt oder neu geknüpft. In ihnen zeigt sich das besondere Verhältnis der USA zu Deutschland. Häufig wird der eigenen Herkunft größtes Interesse entgegengebracht und das Andenken an die Vorfahren liebevoll gepflegt. Einige amerikanische Leihgeber werden dem Stadtmuseum Ausstellungsobjekte zur Verfügung stellen und planen, die Ausstellung auch selbst zu besuchen.

Rieser Nachrichten vom 01.03.2004:

'Good Bye Bayern ...!'

Eine Erweiterung wird die Ausstellung im Stadtmuseum in den Sommermonaten erfahren. Vom 24. Juni bis 26. September zeigt das Haus der Bayerischen Geschichte in Zusammenarbeit mit dem Verein 'Nördlingen ist's wert' die Sonderausstellung 'Good Bye Bayern - Grüß Gott Amerika'. Diese große Ausstellung in der Alten Schranne zeigt die bayerische Auswanderung von 1683 bis zur heutigen Zeit. Während der Laufzeit dieser Ausstellung gelten die Eintrittskarten auch für das Stadtmuseum.

Migration im Ries

Auch das Ries war Schauplatz von Zuzug und Wegzug.

Ein früher Beweis ist die Figur des etruskischen Tänzers (500 v. Chr.), die aus Italien stammt und bei Ehringen im Ries gefunden wurde. Gelehrte und Wissenschaftler kamen un gingen. Der Prieset und Mystiker Heinrich von Nördlingen reiste auf der Suche nach Wissen 1335 nach Avignon und 1339 nach Basel. Lediglich Station war das Ries für einen namenlosen Söldner im Dreißigjährigen Krieg. Er kämpfte rund 25 Jahre wechselnd auf kaiserlich-ligistischer und schwedisch-protestantischer Seite. Dabei legte er über 25.000 km durch ganz Europa zurück. 1634 focht er in Nördlingen für die Schweden, die er nach Kampfende als überläufer Richtung Stuttgart und Straßburg verfolgte. Protestantische Familien wiederum flohen vor den katholischen Kaisern im
17. und 18. Jahrhundert ins Ries. Die Flüchtlinge aus österreich, Pfalz, Salzburg und Eger ließen sich in Nördlingen und Oettingen nieder. Gesetze zwangen dagegen die jüdische Bevölkerung zur Mobilität. Um die Einwohnerzahl konstant zu halten, mussten junge Juden vor 1860 oft den Ort verlassen. Erst später durften sie Wohnorte frei wählen. Im Dritten Reich rettete nur die Flucht aus dem Land ihr Leben.

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